Ein neuer Zyklus beginnt
Vor Sonnenaufgang ist es am dunkelsten in Europ盲ischen Immobilienm盲rkten

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Vor Sonnenaufgang ist es am dunkelsten in Europ盲ischen Immobilienm盲rkten

Die letzten zwei Jahre waren f眉r Immobilieninvestoren in Europa eine Bew盲hrungsprobe. Auf die post-pandemischen H枚henfl眉ge folgte die inflations- und zinsbedingte Umkehr, durch die sich das Investitionsumfeld so kalt anf眉hlt, wie das bisherige Jahr warm war. Aber so, wie sich vergangene Zyklen gedreht haben, so wird sich auch dieser drehen. Und es gibt Anzeichen, dass das der Fall ist.
Die Investitionsvolumen erreichen die Talsohle
Ein wesentliches Merkmal eines Marktes, der eine Kapitalwertkorrektur durchl盲uft, sind geringere Investitionsvolumina. K盲ufer sind vorsichtig, wenn es darum geht, in M盲rkte einzusteigen, in denen die Preisentwicklung negativ ist 鈥 nicht viele wollen riskieren in ein fallendes Messer zu greifen. Verk盲ufer, auf der anderen Seite, f眉hlen sich bei einer geringen Anzahl Angebote unwohl, insbesondere wenn die Angebote unter den neuesten Immobilienbewertungen liegen. Folglich schrumpft das Transaktionsvolumen. Es bildet sich eine Negativspirale, da geringere Investitionsvolumina mehr K盲ufer abschrecken und der Pool potenzieller K盲ufer damit immer weiter schrumpft.
Aber wie die Gutachter ihre Sch盲tzungen der Marktwerte aktualisieren, passen auch die Verk盲ufer ihre Preisvorstellungen an. Willige K盲ufer und Verk盲ufer kommen wieder mit 盲hnlichen Erwartungen an den Tisch. Deals werden abgeschlossen. Das Investitionsvolumen zieht an. Die Preise stabilisieren sich. Ein neuer Zyklus beginnt.
Betrachtet man das j盲hrliche Investitionsvolumen in Europa nach Region, zeigt sich, dass wir kurz vor der Pick-up-Phase stehen (siehe Abbildung 1). UK, wo die Bewertungen schneller an die Daten des Transaktionsmarktes angepasst werden als in Kontinentaleuropa, liegt an der Spitze: Das j盲hrliche Investitionsvolumen in UK stieg in 2Q24 um 6,5% gegen眉ber dem Vorquartal. Das Wachstum des britischen Investitionsvolumens liess auch das gesamteurop盲ische Wachstum 1,6% gegen眉ber dem Vorquartal steigen. Die Eurozone wirkt noch als Bremse, da das Investitionsvolumen im zweiten Quartal um 1,9% schrumpfte. Das ist nicht 眉berraschend: Die Bewertungen in der Eurozone werden langsamer angepasst als in UK, was wiederum bedeutet, dass die Erwartungen der Verk盲ufer nicht wie auf der anderen Seite des 脛rmelkanals gesunken sind. Folglich ist die L眉cke der Preisvorstellungen potenzieller K盲ufer und Verk盲ufer gr枚脽er und das Investitionsvolumen nimmt langsamer zu. Dennoch war der viertelj盲hrliche R眉ckgang des j盲hrlichen Investitionsvolumens in der Eurozone so niedrig wie noch nie w盲hrend des aktuellen Abschwungs. Es sieht so aus, als sei es nur eine Frage der Zeit, dass die Investitionsvolumen auch hier wieder zunehmen.

Die Preise sind wieder auf einem g眉nstigen risikoadjustierten Niveau
Ein weiteres Zeichen der Stabilisierung senden die relativen Risiko- und Preisindikatoren. Betrachtet man unsere risikoadjustierten Renditen, die die risikoadjustierten Preise an den Immobilienm盲rkten widerspiegeln (niedrigere Renditen bedeuten h枚here Preise), und die Abweichung zwischen ihnen und den tats盲chlichen Marktrenditen, zeigt sich, dass der Druck auf die Renditen durch h枚here Zinsen stark nachgelassen hat.
In Abbildung 2 wird die Abweichung zwischen unseren Sch盲tzungen der risikobereinigten Renditen und den tats盲chlichen Transaktionsrenditen dargestellt. Die Wahrscheinlichkeit einer Renditekompression steigt, je h枚her die Abweichung ist. Die Wahrscheinlichkeit steigender Renditenerh枚ht sich, je tiefer die Abweichung ist.
Wir sehen, dass die Wahrscheinlichkeit steigender Renditen Anfang und Mitte 2022 stark gestiegen ist, als die Zinss盲tze stiegen, als die Inflation zu einem Problem wurde. Tats盲chlich stiegen die Renditen, w盲hrend die Preise fielen. Nun ist die Inflation jedoch gesunken, die Zinsen haben sich stabilisiert und die Wahrscheinlichkeit weiterer Renditeanstiege ist deutlich gesunken. Parallel dazu sehen wir, dass die Renditen in einigen Sektoren abflachen: Die Neubewertung auf neuen Niveaus hat ihren Lauf genommen.

Es gibt jedoch wichtige Details, die man im Auge behalten sollte. Die wichtigsten beziehen sich auf die Fundamentaldaten des zugrunde liegenden Nutzermarktes: Schwache Fundamentaldaten des Vermietungsmarktes f眉r B眉roobjekte geringerer Qualit盲t treiben die Neubewertungen und damit die Renditen in diesem Segment nach wie vor nach oben, wie Abbildung 2 zeigt . Der deutsche Wohnungsmarkt geh枚rt jedoch zu den Sektoren, in denen sich die Renditen stabilisieren. Ein wichtiger Treiber daf眉r sind die attraktiven Fundamentaldaten des Segments, die die Erwartungen an attraktive Cashflows aus Wohnimmobilien in naher Zukunft untermauern.
Weitere Erl盲uterungen dazu finden Sie in unserem Blogpost 眉ber die Fundamentaldaten deutscher Wohnimmobilien.
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