
W盲hrend traditionelle 60/40-Portfolios angesichts hartn盲ckiger Inflation und Marktvolatilit盲t unter Druck geraten, wenden sich institutionelle und private Anleger alternativen Anlagen als zus盲tzliche Renditequelle und zur Diversifikation zu. Jerry Pascucci und Johannes Roth untersuchen die Treiber und Implikationen dieses strukturellen Wandels.
脺产别谤 Jahrzehnte hinweg waren alternative Anlagen haupts盲chlich institutionellen Anlegern mit neunstelligen Mindestbetr盲gen und erheblichen internen Due-Diligence-Kapazit盲ten vorbehalten. Diese Zeit ist nun vorbei.
Heute, da traditionelle Anlagestrategien den Druck der anhaltenden Inflation, der erh枚hten Zinss盲tze und der geopolitischen Unsicherheit sp眉ren, vollzieht sich im Anlageumfeld eine signifikante Ver盲nderung. Einst eherne Regeln des Portfolioaufbaus werden ebenfalls in Frage gestellt, einschliesslich der 60/40-Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen. Anleger streben nach unkorrelierten Renditen sowie Schutz vor unberechenbaren Finanzm盲rkten.
Viele erfahrene Privatanleger m枚chten ihr Kapital zunehmen 盲hnlich wie Pensionskassen investieren. Dieser Wandel begann still und leise im Nachgang der Finanzkrise von 2008. Als die Zentralbanken die M盲rkte mit Liquidit盲t 眉berschwemmten und die Zinsen auf historische Tiefst盲nde dr眉ckten, sahen sich institutionelle Anleger gezwungen, sich auf der Suche nach Rendite 眉ber traditionelle Anlageklassen hinaus zu bewegen. Die Privatm盲rkte begannen, beispiellose Kapitalstr枚me anzuziehen.
Die Zahlen l眉gen nicht. Das verwaltete Verm枚gen am Privatmarkt ist in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten erheblich gewachsen und erreichte Ende 2024 rund 15,1 Billionen USD.1 Ebenso wichtig ist, dass sich die Zusammensetzung dieses Kapitals drastisch ver盲ndert hat. W盲hrend einst Pensionskassen und Staatsfonds dominierten, stellen mittlerweile verm枚gende Privatpersonen und Family Offices das am schnellsten wachsende Segment dar.
Abbildung 1: Mit einem verwalteten Verm枚gen von 15,1 Bio. USD kann man die globalen Privatm盲rkte kaum ignorieren
Abbildung 1: Mit einem verwalteten Verm枚gen von 15,1 Bio. USD kann man die globalen Privatm盲rkte kaum ignorieren
Verwaltetes globales Verm枚gen an den Privatm盲rkten in Bio. USD

Da die 枚ffentlichen M盲rkte eine h枚here Korrelation aufweisen und volatiler geworden sind, erkennen Anleger die Notwendigkeit, Ertragsstr枚me zu erschliessen, die weniger von t盲glichen Marktentwicklungen abh盲ngig sind. Mit zunehmender Marktreife verlagert sich der Fokus vom einfachen Angebot alternativer Produkte auf die Bereitstellung erstklassiger 尝枚蝉耻苍驳别苍. Die Messlatte f眉r Treuh盲nder liegt weitaus h枚her und fordert mehr Transparenz, eine verbesserte Governance sowie ein differenzierteres Risikomanagement.
Die Privatkapital-Revolution
Nehmen wir Private Equity. Ein reger Zustrom an Kapital hat es den Unternehmen erm枚glicht, l盲nger in privatem Besitz zu bleiben, wodurch ein Grossteil der Wertsch枚pfung von den 枚ffentlichen auf die privaten M盲rkte verlagert wurde.
Im Jahr 1980 gab es etwa 4.658 b枚rsenkotierte Unternehmen in den Vereinigten Staaten. Bis Ende 2024 waren trotz des signifikanten Wirtschaftswachstums nur 3.804 inl盲ndische Unternehmen an den gr枚ssten US-B枚rsen kotiert 鈥 ein R眉ckgang um etwa 18 %. Zahlreiche Unternehmen, die zuvor wahrscheinlich den Schritt aufs Parkett gewagt h盲tten, entscheiden sich daf眉r, in privatem Besitz zu bleiben und finanzieren sich 眉ber Private Equity und Wagniskapital. Mittlerweile k枚nnen Unternehmen Milliardenums盲tze erwirtschaften, ohne an die B枚rse zu gehen.
Abbildung 2: Das Zieluniversum vergr枚ssert sich, da mehr Unternehmen beschliessen, l盲nger in privatem Besitz zu bleiben
Abbildung 2: Das Zieluniversum vergr枚ssert sich, da mehr Unternehmen beschliessen, l盲nger in privatem Besitz zu bleiben
Anzahl der durch US-Private-Equity-Fonds gest眉tzten Unternehmen gegen眉ber b枚rsennotierten inl盲ndischen Unternehmen an der NYSE und der Nasdaq

Doch dieser Erfolg hat neue Herausforderungen geschaffen. Die geringe Anzahl an Fusionen und 脺产别谤nahmen sowie der B枚rseng盲nge hat l盲ngere Haltezeiten zur Folge, was das Liquidit盲tsmanagement zu einem entscheidenden Thema f眉r Manager wie auch Anleger macht. Das klassische Private-Equity-Modell, Unternehmen zu kaufen, flottzumachen und binnen f眉nf Jahren zu ver盲ussern, steht auf dem Pr眉fstand.
Die Branche reagiert. Die Sekund盲rm盲rkte sind erheblich gr枚sser und komplexer geworden. Continuation Funds 鈥 Instrumente, die es den Komplement盲ren erm枚glichen, ihre besten Verm枚genswerte l盲nger zu halten und gleichzeitig bestehenden Anlegern Liquidit盲t zur Verf眉gung zu stellen 鈥 sind zu einem wichtigen Bestandteil des Toolkits geworden. Mittlerweile bilden Sekund盲rtransaktionen sogar eine Kernstrategie.
Die allgemeine Entwicklung f眉hrt auch zu einer umfassenderen Spezialisierung. Anstatt breit angelegte Buyout-Strategien zu verfolgen, konzentrieren sich zahlreiche Unternehmen auf bestimmte Sektoren oder Strategien, in denen sie eine fundierte Expertise und nachhaltige Wettbewerbsvorteile entwickeln k枚nnen. Gesundheit, Technologie und Infrastruktur haben sich als besondere Schwerpunkte herauskristallisiert.
Die Regulierung nach der Finanzkrise hat die Risikobereitschaft verringert und den Fokus von Aktien auf Obligationen umgestellt. Auch angesichts Herausforderungen der Regionalbanken haben sich klassische Geldh盲user von der Kreditvergabe an Unternehmen zur眉ckgezogen und Platz f眉r alternative Kreditgeber geschaffen.
Jahrzehntelang waren Banken der Hauptkreditgeber des Mittelstands. Mit regulatorischen 脛nderungen nach der Krise von 2008, einschliesslich Kapitalanforderungen, die die Kreditvergabe an kleinere Unternehmen ohne Investment-Grade-Rating unattraktiver machen, hat sich eine Chance f眉r private Kreditgeber aufgetan.
So hat sich das Segment Private Credit von rund 1 Billion USD im Jahr 2020 auf rund 1,7 Billionen USD Ende 2024 ausgeweitet.3 Die Anlageklasse verzeichnet ein Wachstum von etwa dem Faktor zehn im Vergleich zu 2009 und d眉rfte bis 2029 ein Volumen von 2,8 Billionen US-Dollar erreichen. Auf Private Credit entfallen mittlerweile 眉ber 40 % der weltweiten Neuemissionen, gegen眉ber weniger als 10 % noch vor einem Jahrzehnt.
Das rasante Wachstum hat Herausforderungen mit sich gebracht. Da mehr Kapital in den Markt geflossen ist, werden die Standards f眉r die Kreditvergabe auf den Pr眉fstand gestellt. H枚here Zinss盲tze zehren an der Schuldendienstf盲higkeit der Kreditnehmer, w盲hrend die Regulierungsbeh枚rden diesen weitgehend ausserhalb der traditionellen Aufsicht operierenden Sektor sch盲rfer ins Visier nehmen.4
Direktkreditgeber verlegen sich auf das gehobene Marktsegment und konkurrieren mit Banken um gr枚ssere Transaktionen, w盲hrend andere die unteren Segmente bedienen und Kapital f眉r kleinere Unternehmen bereitstellen, die sich einst an Regionalbanken gewandt h盲tten. Spezialisierte Kreditgeber entstehen in Nischenbereichen wie Asset-Backed Credit sowie in der Finanzierung von geistigem Eigentum und Rechtsstreitigkeiten.
Die Chance in Megatrends: KI, Energiewende und der Ausbau von Infrastruktur
Die Konvergenz globaler Megatrends schafft attraktive Anlagechancen. Privates Kapital bietet nicht nur Diversifikation f眉r die Anlageportfolios, es wird zunehmend zu einer unverzichtbaren Finanzierungsquelle f眉r die Wirtschaft von morgen.
Der Superzyklus der KI-Infrastruktur
Nirgends ist dies deutlicher als beim Boom der K眉nstlichen Intelligenz (KI), der derzeit ganze Branchen durchzieht. Das Training eines einzigen grossen Sprachmodells kann die Rechenleistung tausender spezialisierter Chips erfordern, die monatelang ununterbrochen laufen. Der Strombedarf ist enorm. Laut Sch盲tzungen k枚nnte KI in den kommenden Jahren einen erheblichen Teil des Wachstums des Strombedarfs ausmachen. Die Folge ist der sogenannte 芦Infrastruktur-Superzyklus禄.
Insofern sind Sachwerte bei der Verbreitung von KI-Technologie entscheidend 鈥 schliesslich steht und f盲llt die KI-Revolution mit der Infrastruktur. Jede Abfrage, Berechnung oder KI-gest眉tzte Empfehlung erfordert eine massive Rechenleistung. Rechenzentren und all die f眉r den KI-Goldrausch erforderlichen 芦Hacken und Schaufeln禄 zur Elektrifizierung, K眉hlung usw. sind unverzichtbar, um das volle Potenzial dieser Technologie auszusch枚pfen, wodurch Sachwerten eine tragende Rolle zukommt.
Das Ergebnis ist eine Verwischung der traditionellen Grenzen zwischen Anlageklassen. Was einst als Immobilieninvestitionen galt 鈥 Rechenzentren und Serverfarmen 鈥, fungiert heute eher als kritische Infrastruktur, die stabile, langfristige Renditen mit begrenzter Korrelation zu den traditionellen M盲rkten generiert.
Die Investitionen werden Schritt halten m眉ssen. McKinsey taxiert den erforderlichen Kapitalaufwand zur Erf眉llung der Nachfrage nach KI-Rechenzentrumskapazit盲ten auf 3 Bio. USD bis 8 Bio. USD.5 Anders als bei herk枚mmlichen Immobilien sind bei diesen Anlagen die Mieter h盲ufig inkludiert 鈥 Tech-Giganten wie Microsoft, Amazon und Alphabet, die an langfristige Mietvertr盲ge gebunden sind, die f眉r vorhersehbare Cashflows sorgen.
Abbildung 3: Das Big-4-Capex wurde seit Jahresbeginn 2025 um ca. 30-40 % aufw盲rts korrigiert
Abbildung 3: Das Big-4-Capex wurde seit Jahresbeginn 2025 um ca. 30-40 % aufw盲rts korrigiert
Konsensprognose: Big-4-Capex an der NYSE und der Nasdaq in den Kalenderjahren 2025 und 2026

Die Notwendigkeit der Energiewende
Unterdessen schafft die Verlagerung von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energiequellen erhebliche Investitionschancen. Die Internationale Energieagentur sch盲tzt, dass die Erreichung von Netto-Null-Emissionen bis 2050 j盲hrliche Investitionen von 4 Billionen US-Dollar bis 2030 erfordern wird. Das ist etwa doppelt so hoch wie die derzeitigen Investitionen. Regierungen und 枚ffentliche M盲rkte allein k枚nnen dieses Kapital nicht zur Verf眉gung stellen, sodass private Investitionen von entscheidender Bedeutung sein werden.
Hierbei handelt es sich auch um eine der wenigen Anlageklassen mit einer strukturellen, strategisch verankerten Nachfrage. Ob Erzeugung erneuerbarer Energie, Batteriespeicherung, intelligente Stromnetze oder gr眉ner Wasserstoff, die Anlagechancen d眉rften noch einige Zeit andauern, auch wenn mit Weiterentwicklungen zu rechnen ist.
Abbildung 4: Investitionen in erneuerbare Energien werden sich bis 2030 voraussichtlich verdoppeln
Abbildung 4: Investitionen in erneuerbare Energien werden sich bis 2030 voraussichtlich verdoppeln
Globale Ausgaben f眉r Infrastruktur f眉r erneuerbare Energien in Mrd. USD

Abbildung 5: Erneuerbare Energien machen mittlerweile 35 % des Energiemixes aus
Abbildung 5: Erneuerbare Energien machen mittlerweile 35 % des Energiemixes aus
Anteil erneuerbarer Energien am weltweiten Endenergieverbrauch

Auch die Investitionslandschaft entwickelt sich rasant 眉ber traditionelle Wind- und Solarprojekte hinaus weiter. Fortschrittliche Batteriespeicher zur Stabilisierung der Stromnetze ziehen betr盲chtliches privates Kapital an. Die derzeit noch in den Kinderschuhen steckende Produktion von gr眉nem Wasserstoff st眉tzt sich auf Investitionen von sowohl Infrastrukturfonds als auch Private-Equity-Unternehmen, die auf das Potenzial zur Dekarbonisierung der Schwerindustrie setzen.
Zweitrangige Chancen werden immer relevanter. Da Elektrofahrzeuge eine breite Akzeptanz finden, finanzieren private Anleger Netzwerke von Ladestationen, Batterierecyclinganlagen und den Abbau kritischer Rohstoffe wie seltener Erden. Im Kern erfordert die Energiewende ein breites Umdenken dar眉ber, wie Energie erzeugt, gespeichert und verbraucht wird.
Infrastruktur im Umbruch
Dar眉ber hinaus ist eine Infrastruktur-Renaissance im Gange. In Industriel盲ndern erreichen alternde Infrastrukturanlagen 鈥 meist aus der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg 鈥 das Ende ihrer Nutzungsdauer, w盲hrend gleichzeitig Bev枚lkerungswachstum und Urbanisierung neue Anforderungen an diese Einrichtungen stellen.
Abbildung 6: Bis 2040 k枚nnten kumulative Infrastrukturinvestitionen 眉ber 100 Billionen USD erreichen
Abbildung 6: Bis 2040 k枚nnten kumulative Infrastrukturinvestitionen 眉ber 100 Billionen USD erreichen
Infrastrukturinvestitionen insgesamt, prognostiziert bis 2040, nach Sektoren (in Mrd. USD)

Die kumulierten globalen Infrastrukturinvestitionen k枚nnten bis 2040 眉ber 100 Billionen USD erreichen.
So sch盲tzt die American Society of Civil Engineers, dass allein die Vereinigten Staaten im kommenden Jahrzehnt Infrastrukturinvestitionen in H枚he von 3,6 Billionen US-Dollar ben枚tigen. Europa steht vor 盲hnlichen Herausforderungen: Der j盲hrliche Investitionsbedarf wird auf 500 Mrd. EUR bis 2030 gesch盲tzt. Eine noch gr枚脽ere Infrastrukturl眉cke klafft in Asien auf: Die Asiatische Entwicklungsbank prognostiziert einen Bedarf von j盲hrlich 1,7 Billionen US-Dollar.
Die traditionellen 枚ffentlichen Finanzierungsmechanismen erweisen sich als unzureichend. Staatshaushalte, die mit alternden Bev枚lkerungen und einer steigenden Verschuldung konfrontiert sind, k枚nnen diesen Bedarf nicht allein decken. Privates Kapital springt nun ein, um einen Teil der L眉cke zu schliessen. Damit vollzieht sich ein Generationenwechsel in der Art und Weise, wie Infrastruktur finanziert und betrieben wird. Privates Kapital steuert nicht nur die finanziellen Mittel bei, sondern auch operatives Know-how, technologische Innovationen und eine langfristige Perspektive, die dem 枚ffentlichen Sektor oft fehlt.
Die Chancen reichen von der traditionellen Infrastruktur (d. h. Strassen, Br眉cken, Flugh盲fen) bis hin zur neuen digitalen Infrastruktur wie Glasfasernetze und 5G-Systeme. Die Anleger konzentrieren sich zunehmend auf Chancen bei mittelst盲ndischen Unternehmen, wo es in der Regel weniger Wettbewerb und bessere Preise gibt als bei Mega-Transaktionen. Wasseraufbereitungsanlagen, Abfallwirtschaftssysteme und Transportanlagen ziehen ebenfalls betr盲chtliche private Investitionen an.
Innovationen beim Zugang zu Anlagen
Mit der zunehmenden Reife und Demokratisierung alternativer Anlagen haben sich auch die Vehikel, 眉ber die Anleger auf diese Strategien zugreifen, weiterentwickelt. Das traditionelle Modell 鈥 institutionelles Kapital f眉r geschlossene Fonds mit einer Laufzeit von 10-15 Jahren 鈥 weicht einem flexibleren 脰kosystem, das auf unterschiedliche Liquidit盲ts-, Timing- und Kontrollbed眉rfnisse zugeschnitten ist.
Strukturelle Innovationen haben mittlerweile zu einer gr枚sseren Auswahl in puncto Liquidit盲t, Rhythmus und Co-Investitionen gef眉hrt. Eine wichtige Neuerung ist der Aufstieg 芦ewiger禄 Evergreen-Vehikel, die kontinuierliche Zeichnungen und regelm盲ssige R眉cknahmem枚glichkeiten bieten, die oftmals im Ermessen des Komplement盲rs liegen. Diese Fonds tragen dazu bei, das mit dem Auflegungsjahr verbundene Timing-Risiko zu reduzieren, bieten potenziell regelm盲ssige Teilliquidit盲tsoptionen und vereinfachen die Partizipation kleinerer Anleger durch den Wegfall von Kapitalabrufen und Aussch眉ttungen.
Evergreen-Fonds umfassen nun Private Equity, Private Credit, Immobilien und Infrastruktur, einschliesslich einer Mischung aus Sekund盲rtransaktionen und Co-Investments, die ein diversifiziertes Engagement bieten. Allerdings geht die Liquidit盲tssteuerung mit Kompromissen einher. Die Fonds m眉ssen Liquidit盲tsreserven halten, die die absoluten Renditen schm盲lern, und k枚nnen in Stressphasen Beschr盲nkungen, Zuteilungsregeln oder Wartezeiten auferlegen 鈥 was die Liquidit盲tsnachteile von Private Markets unterstreicht.
Anleger, die eine Diversifikation bei Managern und Strategien anstreben, wenden sich ausgefeilteren Multi-Manager-Plattformen zu. Diese gehen 眉ber traditionelle Dachfonds hinaus, indem sie Zugang zu geschlossenen Managern verschaffen, 眉ber Skaleneffekte bessere Konditionen aushandeln und eine dynamischere Verm枚gensallokation erm枚glichen. Einige beinhalten zudem Co-Investments und Chancen an den Sekund盲rm盲rkten, die besonders hilfreich sein k枚nnen, um mit noch nicht etablierten, aber innovativen Managern oder in Nischenstrategien zu investieren.
Getrennt verwaltete Konten (Separately Managed Accounts, SMAs) bieten maximale Personalisierung bei gleichzeitiger Beibehaltung eines professionellen Managements. Anleger k枚nnen Mandate erteilen, Sektoren ausschliessen und ihre Positionen v枚llig transparent verfolgen, was SMAs f眉r ESG-fokussierte Portfolios und die Steuerung von Konzentrationsrisiken beliebt macht. Um den Zugang zu erweitern, entstehen 芦Club禄-SMAs, die es mehreren Anlegern mit 盲hnlichen Zielen erm枚glichen, Kapital zu b眉ndeln, um die f眉r massgeschneiderte Portfolios erforderliche Gr枚sse zu erreichen.
F眉r gr枚ssere Anleger, die Kontrolle und potenziell h枚here Renditen anstreben, erm枚glichen Co-Investment-Plattformen eine direkte Beteiligung an bestimmten Transaktionen mit Komplement盲ren, in der Regel mit niedrigeren Geb眉hren. Die Anleger k枚nnen bevorzugte Sektoren, Regionen oder Kapitalstrukturen anvisieren und gleichzeitig den Einfluss auf die Transaktionsauswahl beibehalten.
Zahlreiche Kommanditisten investieren mittlerweile einen bedeutenden Anteil ihres Engagements am Privatmarkt in Co-Investments mit Aktien und Anleihen und verlassen sich h盲ufig auf engagierte Teams oder spezialisierte Plattformen, um Chancen zu ermitteln, zu zeichnen und zu 眉berwachen.
Die Rolle K眉nstlicher Intelligenz bei Anlagen
K眉nstliche Intelligenz (KI) befindet sich erst am Anfang der Umgestaltung von Privatmarktanlagen, aber die Richtung ist klar. Indem KI aus Daten Erkenntnisse in gr枚sserem Umfang und mit gr枚sserer Geschwindigkeit gewinnt, ver盲ndert sie die Art und Weise, wie Anleger Transaktionen beschaffen, Due Diligence durchf眉hren und Portfolios 眉berwachen, w盲hrend sie zahlreiche Routineaufgaben automatisiert. Das Potenzial zeigt sich in spezifischen generativen KI-Bereichen wie Forschungsanalyse und Produktion bis hin zu eher agentischen Formen, in denen bestimmte Aufgaben und Prozesse automatisiert werden. Die Transaktionsbeschaffung an den Privatm盲rkten ist traditionell beziehungsorientiert. Die KI erweitert dies durch die Untersuchung grosser Datens盲tze, um potenzielle Ziele zu identifizieren. Algorithmen k枚nnen Tausende von Unternehmen auf einmal bewerten und Finanzkennzahlen, Wachstumsmuster, Management盲nderungen, Stimmungsindikatoren und Einstellungstrends kombinieren, um so Chancen fr眉her zu erkennen.
Im Bereich Private Credit und Immobilien k枚nnen 盲hnliche Tools die Cashflow-Daten, Lieferantenbeziehungen, demographische Entwicklungen sowie Bild- und Sensordaten analysieren, um Underwriting und Markteinsch盲tzungen zu pr盲zisieren.
Die Verarbeitung nat眉rlicher Sprache (Natural Language Processing, NLP) ist besonders leistungsf盲hig bei der 脺产别谤pr眉fung grosser Dokumentens盲tze. Im Rahmen der M&A Due Diligence kann die KI Kundenvertr盲ge analysieren, um Konzentrationsrisiken oder Preistrends zu erkennen, w盲hrend sie bei Private Credit Vertragsverletzungen oder ungew枚hnliche Bedingungen hervorheben kann. Die KI kann Tausende von gesetzlichen, vertraglichen und regulatorischen Dokumenten in Stunden statt in Wochen 眉berpr眉fen und Warnsignale viel schneller aufdecken als manuelle 脺产别谤pr眉fungen. Die Sprachmodelle k枚nnen zudem die finanzielle Modellierung unterst眉tzen, Cashflows bewerten und die Beurteilung der Managementqualit盲t durch die Analyse von Track Records und Kommunikationsmustern einheitlicher gestalten.
Sobald Anlagen get盲tigt werden, ver盲ndert die KI die Art und Weise, wie Portfolios 眉berwacht und bewertet werden. Anstatt sich ausschliesslich auf regelm盲ssige Berichte zu st眉tzen, k枚nnen die Anleger auf operative Informationen und alternative Daten zur眉ckgreifen, um mehr Einblicke in Echtzeit zu schaffen. KI-basierte Bewertungsmodelle integrieren breitere Datens盲tze und verkn眉pfen die Unternehmensmerkmale mit historischen Transaktionsergebnissen, was dynamischere Zwischenbewertungen erm枚glicht. F眉r das Risikomanagement kann die KI verdeckte Korrelationen und systemische Schwachstellen in s盲mtlichen Portfolios erkennen und somit Konzentrationsrisiken und miteinander verbundene Muster aufzeigen, die die Wertentwicklung beeinflussen k枚nnen.
Obwohl sich die KI noch in einem fr眉hen Stadium befindet, d眉rften ihre Auswirkungen auf die Privatm盲rkte erheblich ausfallen. Der Wettbewerbsvorteil besteht bei Unternehmen, die diese Instrumente intelligent integrieren und gleichzeitig das menschliche Urteilsverm枚gen und die Beziehungen bewahren, die f眉r eine erfolgreiche Anlage nach wie vor unerl盲sslich sind.
Realit盲t alternativer Anlagen
F眉r die Anleger sollte die Botschaft klar sein. Die Akzeptanz weitet sich auf eine viel breitere Palette von Anlegern aus, die bisher nicht in der Lage waren, Zugang zu den Privatm盲rkten zu erhalten. In dieser neuen Realit盲t werden alternative Anlagen zum zentralen Bestandteil des Portfolioaufbaus. Sie sind unerl盲sslich, um die Rendite- und Risikoziele zu erreichen, was traditionelle Verm枚genswerte allein nicht bieten k枚nnen.
Die Demokratisierung des Zugangs hat die T眉r ge枚ffnet, Megatrends schaffen die Chancen und die KI bietet neue Instrumente. Was bleibt, ist die Disziplin, sich erfolgreich in diesem Umfeld zurechtzufinden und den Wert der Risiko- und Illiquidit盲tspr盲mien zu erhalten, die die DNA dieser Anlageklassen darstellen, w盲hrend sie sich gleichzeitig an ein zunehmend wettbewerbsintensives und kontrolliertes Umfeld anpassen.
Mit zunehmender Reife der Branche hat sich der Kapitalreichtum auf die Bewertungen ausgewirkt und den Wettbewerb um die besten Chancen versch盲rft. Doch die Reife bringt auch Chancen mit sich. Der wahre Wert alternativer Anlagen besteht nicht nur in der Diversifikation nach Anlageklassen, sondern in ihrem differenzierten Renditeprofil.
Da die umfassende Portfolioanpassung bereits im Gange ist, lautet die wichtigste Frage f眉r Anleger nicht mehr, ob sie partizipieren sollten, sondern wie sie dies 眉berlegt, strategisch und mit der langfristigen Sichtweise tun k枚nnen, die alternative Anlagen erfordern.


