Deutsche Wohnimmobilien
Attraktiver Einstiegspunkt aufgrund starker Fundamentaldaten

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Attraktiver Einstiegspunkt aufgrund starker Fundamentaldaten

In unserem letzten Blogpost haben wir dargelegt, warum die aktuelle Marktsituation einen attraktiven Einstiegspunkt in die europ盲ischen Immobilienm盲rkte darstellt: Der Zyklus beginnt zu drehen, insbesondere f眉r die Segmente oder M盲rkte, in denen die Fundamentaldaten der Vermietungsm盲rkte g眉nstig sind. Im Beitrag dieser Woche befassen wir uns mit den Marktfundamentaldaten f眉r deutsche Wohnimmobilien.
Wachsende Nachfrage...
Mit mehr als 50% Mietern ist der deutsche Wohnungsmarkt traditionell ein starker Mietermarkt1. In den letzten zwei Jahren hat der Mietermarkt aufgrund gestiegener Hypothekarkosten und einer, trotz des im Jahr 2023 beobachteten Preisr眉ckgangs, weiter sinkenden Erschwinglichkeit von selbstgenutztem Wohneigentum weiteren Aufschwung erfahren.
Zudem hat das starke Bev枚lkerungswachstum, getrieben durch die Nettozuwanderung, die Nachfrage angekurbelt. In den vergangenen zehn Jahren ist die deutsche Bev枚lkerung um 3,5 Millionen Menschen auf rund 84,7 Millionen zum Ende des Jahres 2023 gewachsen2.
鈥 und geringe Baut盲tigkeit ...
Die steigende Nachfrage trifft jedoch auf eine r眉ckl盲ufige Ausweitung des Angebots. Das Ziel der deutschen Bundesregierung von 400 000 neuen Wohnungen pro Jahr wurde kontinuierlich unterschritten. Die Zahl der聽j盲hrlich neu gebauten Wohneinheiten in den letzten 10 Jahren lag konstant zwischen 220 000 und 275 000 . Das Problem der unzureichenden Baut盲tigkeit besteht also schon seit einiger Zeit. Im Zuge der gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten in den letzten zweieinhalb Jahren hat es sich jedoch noch deutlich versch盲rft. Dies zeigt sich in der Zahl der Baugenehmigungen, die zwischen Juni 2022 und Juni 2024 um 42% gesunken sind (siehe Abbildung 1).

Die Kombination aus steigender Nachfrage und r眉ckl盲ufiger Angebotsausweitung f眉hrt 鈥 wenig 眉berraschend 鈥 zu sinkenden Leerst盲nden. Im Zeitraum 2012 bis 2022 sank die durchschnittliche Leerstandsquote in Deutschland von 3,3% auf 2,5% . Besonders ausgepr盲gt ist die tiefe Leerstandsquote in den Grossst盲dten, die im Jahr 2022 eine Leerstandsquote von nur 1% verzeichnete.
鈥 f眉hren zu einem starken Mietwachstum ...
Wie wir aus den Grundlagen der Volkswirtschaftslehre wissen, f眉hrt eine Nachfrage, die das Angebot 眉bersteigt, zu Preissteigerungen. Dementsprechend spiegelt sich die Verknappung auf dem Mietwohnungsmarkt in einem deutlichen Mietwachstum wider. Von 2014 bis 2023 stiegen die Medianmieten in den acht gro脽en Zentren laut JLL um rund 60% (siehe Abbildung 2). Mit mehr als einer Verdoppelung sticht Berlin mit einem besonders starken Wachstum hervor. Im gleichen Zeitraum wuchs auch die Bev枚lkerung in Berlin um 9%, und damit deutlich mehr als in Deutschland (4,3%).

鈥 was voraussichtlich erheblich bleiben wird
Nach den Hochrechnungen des Statistischen Bundesamtes wird die Bev枚lkerung in Deutschland von 2022 bis 2040 um 0,7% wachsen. Es wird jedoch erwartet, dass die Zahl der Haushalte aufgrund des anhaltenden Trends zu kleineren Haushaltsgr枚脽en st盲rker zunehmen wird. Dadurch wird die Nachfrage nach Wohnraum weiter steigen. Dar眉ber hinaus d眉rfte das Wachstum der Haushalte in St盲dten und ihren Ballungsr盲umen aufgrund der fortschreitenden Urbanisierung st盲rker ausfallen.
Angesichts der prognostizierten Nachfragesteigerungen bei voraussichtlich weiter verhaltener Baut盲tigkeit ist kaum mit einer deutlichen Abschw盲chung des Mietwachstums zu rechnen. PMA erwartet zwischen 2024 und 2028 ein durchschnittliches Mietwachstum von rund 3,1% p.a. in den 15 gr枚脽ten deutschen St盲dten und 3,4%聽p.a. in den Top 8 (siehe Abbildung 3). Auch hier wird erwartet, dass Berlin mit einem erwarteten Mietwachstum von 4,4% p.a. besser als der Rest des Landes hervorgehen wird, gefolgt von Stuttgart mit 3,9% p.a.. Bei einer prognostizierten Inflationsrate von 1,7% p.a. im gleichen Zeitraum d眉rfte das Mietwachstum in allen 15 gr枚脽ten St盲dten 眉ber der Inflation liegen.

Wie in unserem letzten Artikel besprochen, helfen die im Zuge der Zinswende stattgefundenen Korrekturen, Anlegern, aktuell zu attraktiven Preisen in den Markt einzusteigen. Da derzeitig nicht zu erwarten ist, dass das Kapitalwachstum wieder das Niveau der Negativzins盲ra erreicht, wird die Bedeutung robuster, wachsender Cashflows f眉r Immobilieninvestoren in naher Zukunft zunehmen.
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