Wichtige Punkte

  • In der Automatisierung wurden 端ber die Jahrhunderte hinweg bemerkenswerte Fortschritte erzielt, und im letzten Jahrzehnt hat der Innovationszyklus nochmals an Geschwindigkeit zugelegt.
  • Intelligentere Automatisierungssysteme d端rften der Weltwirtschaft ein umfassendes Produktivit辰tswachstum bescheren, Probleme des Arbeitskr辰ftemangels l旦sen und die Lebensqualit辰t der Arbeitnehmer verbessern.
  • Fortschritte bei der KI-Technologie k旦nnen uns dabei helfen, komplexe und facettenreiche Probleme anzugehen, wie die Eind辰mmung des Klimawandels oder die Suche nach Heilmitteln f端r chronische Krankheiten.
  • Wir glauben, dass technologische Fortschritte geduldigen Anlegern 端ber mehrere Jahrzehnte hinweg eine riesige Chance bieten werden.

Wir automatisieren Prozesse schon seit Tausenden von Jahren, um eine Litanei m端hsamer, zeitaufwendiger Aufgaben schneller fertigzustellen. Fr端he Automatisierungswerkzeuge waren nur rudiment辰r und mechanisch, aber dank technologischer Fortschritte hat sich die Automatisierung zu ausgekl端gelten Systemen entwickelt, die zu unglaublichen Produktivit辰ts- und Pr辰zisionsleistungen f辰hig sind. Die Rechenleistung der heutigen Prozessoren und der Fortschritt der k端nstlichen Intelligenz (KI) erm旦glichen es nicht nur, zahlreiche menschliche Aufgaben zu automatisieren, sondern auch menschliche F辰higkeiten zu erweitern. Bis wohin k旦nnte sich die KI von hier an weiterentwickeln?

Von der Schwerkraft 端ber Wasser bis zum Dampf

Schon die R旦mer und die alten Griechen nutzten die Schwerkraft, um ihre Automationsger辰te zu betreiben: Wasserr辰der mahlten Weizen zu Mehl und Wasserschrauben zogen Wasser aus Schiffsr端mpfen und bew辰sserten Ernten. Die Wasserkraft spielte zudem bis zu den fr端hen Tagen der industriellen Revolution eine entscheidende Rolle, bis sie vom Dampf abgel旦st wurde. Fabriken wurden um Dampfturbinen herum gebaut, wobei Maschinen, die mehr Drehmoment erforderten, n辰her an der Turbine und diejenigen, die weniger ben旦tigten, weiter weg, manchmal auf verschiedenen Etagen, aufgestellt wurden, die allesamt 端ber eine Reihe von Antriebsriemen und Seilscheiben verbunden waren.

Batterien

Der Strom bot der Automatisierung eine deutliche Leistungssteigerung, da Strom f端r jede Maschine rund um die Fabrik geliefert und unabh辰ngig gesteuert werden konnte. Moderne Batterien gehen sogar noch einen Schritt weiter. Sie sind leicht und wiederaufladbar und erm旦glichen es, Automatisierungssysteme von einer festen Stromversorgung zu trennen und somit an jedem gew端nschten Ort zu betreiben. Automatisierte Transportwagen (AGVs oder AMRs) werden verwendet, um Komponenten an Arbeitszellen in der Fabrikhalle zu liefern, fliegende Drohnen werden verwendet, um Bestandspr端fungen in Logistikzentren durchzuf端hren, und Unterwasserdrohnen werden zur Inspektion und Wartung der Unterwasserinfrastruktur, wie bei Br端cken und Telekommunikationskabeln, eingesetzt.

Vor allem dank des Bestrebens der Elektrofahrzeughersteller d端rften die Batterietechnologien weitere Fortschritte machen, was noch mehr mobile Automatisierungssysteme erm旦glichen wird.

Erste Programmierung

W辰hrend die ersten Automatisierungssysteme komplizierte Mechanik nutzten, um synchrone Bewegungen zu erzeugen, wurde im 18. Jahrhundert das Konzept der Programmierung entwickelt, um Webst端hle zu steuern. Die Webmaschinen verwendeten Papierstreifen, die eine Abfolge von L旦chern aufwiesen, und 200 Jahre sp辰ter verwendeten die ersten Computer, die als Addier- und Buchungsmaschinen bekannt sind, immer noch im Wesentlichen das gleiche Konzept: Statt Papierstreifen lasen die Maschinen Anweisungen von gestanzten Karten.

Die gestanzten Karten wurden durch Magnetband und sp辰ter dann Disketten ersetzt und schliesslich durch Festk旦rperspeicher (DRAM und NAND) weitgehend obsolet gemacht. Aber unabh辰ngig von den verwendeten Medien, ob nun Diskette oder DRAM, die Maschinen liefen alle anhand von vordefinierten Anweisungen und sobald sie in Bewegung gesetzt wurden, liefen sie weiter, bis man sie ausschaltete oder ein Fehler auftrat. Ein moderner Roboter, der f端r das Schweissen von Autot端ren programmiert ist, wird den Schweissvorgang fortsetzen, ganz egal, ob eine Autot端r tats辰chlich vor ihm liegt oder nicht. Das ist also gef辰hrlich. Was ist, wenn jemand sich vor dem Roboter bewegt oder die Autot端r aufgrund eines Problems weiter oben in der Produktionslinie nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist?

Autonome Maschinen

In den vergangenen zehn Jahren haben die Geschwindigkeitssteigerungen von Prozessoren es Automatisierungssystemen erm旦glicht, sich an Ver辰nderungen in der Umgebung anzupassen, indem ganz einfach eine Bibliothek mit verschiedenen Szenarien erstellt wurde. In einem Szenario, wenn die Autot端r nicht in der richtigen Position ist (vielleicht bestimmt durch ein Sichtsystem von Keyence oder Cognex), kann der Roboter seinen Betrieb unterbrechen, und in einem anderen Szenario, wenn jemand zu nahe an den Roboter herangeht (vielleicht definiert durch einen laserbasierten virtuellen Sicherheitszaun von TI oder Hexagon), kann der Roboter seine Bewegung verlangsamen oder ganz einstellen. Dieser Ansatz bietet dem System eine gewisse Autonomie, aber der Grad der Autonomie wird eindeutig durch die Anzahl der vorprogrammierten Szenarien begrenzt, die ihm zur Verf端gung stehen.

Maschinelles Lernen und KI

In j端ngster Vergangenheit erm旦glichen Fortschritte im Bereich der KI-Technologie, insbesondere beim maschinellen Lernen, der Automatisierung eine weitere deutliche Leistungssteigerung. Denn das maschinelle Lernen kann sich als ebenso bedeutsam f端r die Automatisierung erweisen wie die Einf端hrung von Elektrizit辰t in der Industrie vor 150 Jahren.

Mit maschinellem Lernen k旦nnen Algorithmen Systeme durch Beispiele lernen oder Muster und Anomalien selbst oder durch Ausprobieren erkennen. Dieser Prozess kann beschleunigt werden, indem Millionen verschiedener Szenarien virtuell in der Software simuliert werden. Mit der Weiterentwicklung dieses Bereichs d端rften die Automatisierungssysteme autonomer werden sowie in der Lage sein, sich anzupassen und auf Ver辰nderungen in ihrer Umgebung angemessen zu reagieren. Dadurch werden sie benutzerfreundlicher, sicherer und in der Lage sein, ein breiteres Spektrum von Aufgaben auszuf端hren nicht nur bei physischen Aufgaben, sondern auch bei kognitiven Herausforderungen wie das L旦sen von Problemen.

Infolgedessen d端rfte das Gesch辰ftspotenzial f端r intelligentere, autonomere Automatisierungssysteme deutlich gr旦sser ausfallen als der Nischenmarkt, der von ihren Vorg辰ngern, die als mute and brute1油galten, etabliert wurde. Wir glauben daher, dass diese technologischen Fortschritte geduldigen Anlegern 端ber mehrere Jahrzehnte hinweg eine riesige Chance bieten werden.

Endlose Grenze?

W辰hrend die intelligentere Automatisierung wahrscheinlich ein umfassendes Produktivit辰tswachstum f端r die Weltwirtschaft bedeutet, Probleme des Arbeitskr辰ftemangels behandelt und es den Menschen erm旦glicht, schmutzige und gef辰hrliche Aufgaben zu vermeiden, k旦nnten dieselben intelligenten Systeme eingesetzt werden, um grosse Herausforderungen unserer Zeit zu l旦sen, wie die Eind辰mmung des Klimawandels, die Suche nach Heilmitteln f端r chronische Krankheiten oder L旦sungen zur Bew辰ltigung der 恢艶姻bev旦lkerung in St辰dten und der ungleichen Verm旦gensverteilung?

Dies mag zwar die Zukunft sein, aber die heutigen KI-Systeme sind noch nicht so weit, um derart komplexe und facettenreiche Probleme anzugehen. Es wurden jedoch einige erste Fortschritte erzielt. Eine der bislang herausragenden und erfolgreichen KI-Anwendungen ist AlphaFold, das von Google DeepMind2油entwickelt wurde und eine genaue Sch辰tzung der dreidimensionalen Struktur von 200 Millionen Proteinen lieferte. Google hat die Datenbank 旦ffentlich zug辰nglich gemacht und bietet Forschern somit ein tiefgreifenderes Verst辰ndnis der Proteinarchitektur und ihrer Auswirkungen auf die biologische Funktion. Zuvor hatte man lediglich 200.000 Proteinstrukturen verstanden. Ein dickes Lob an AlphaFold! Wir glauben, dass Innovation zu weiterer Innovation f端hrt und dass dieser Prozess sich auf ganz nat端rliche Art und Weise beschleunigt. Wir hoffen weiterhin, dass bedeutende neue Durchbr端che folgen werden.

S-11-24 NAMT-1954

恢艶姻 den Verfasser
  • Angus Muirhead

    Angus Muirhead

    Head of Thematic Equities

    Angus Muirhead (BA, CFA), Managing Director, ist Head of Thematic Equities bei UBS SA忽縞勧脹, und Lead Portfolio Manager f端r die Robotik-Strategie. Angus kam 2016 als Senior Portfolio Manager zum Thematic Equity-Team. Er begann seine Investmentkarriere 1997 als Buy-Side-Aktienanalyst bei Phillips & Drew Fund Management in London. Im Jahr 2007 wechselte er als Portfoliomanager nach Z端rich, wo er sich auf globale thematische Aktienfonds mit Bezug zu Technologie und Gesundheitswesen spezialisierte. Angus hat einen Bachelor-Abschluss in Modern Japanese Language and Business Studies von der Durham University, Grossbritannien und ist CFA Charterholder.

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